Bevorstehende Termine:
| Samstag | Tag der Artenvielfalt |
| 06.06.2026 | Tiere und Pflanzen identifizieren |
| Treffpunkt | 10.00 Uhr, Parkplatz Am Entenbach, Sahrbachtal |
| Verantwortlich | Marianne Theis-Prodöhl, Prof. Thomas Wagner, Jens Woitol |
| Dauer | ca. 5 Stunden |
| besonders für Kinder und Jugendliche geeignet | |
| Sonntag | Faunistische Exkursion |
| 20.06.2026 | Libellen an der Ahr |
| Treffpunkt | 11.00 Uhr, Bad Bodendorf, Parkplatz am Sportplatz |
| Verantwortlich | Dipl. Biologe Uli Haese |
| Dauer | ca. 3 Stunden |
| Donnerstag | NABU-AW-Treff |
| 25.06.2026 |
Offener Austausch zu Natur und Umwelt im Kreis auch für Nicht-Mitglieder |
| Treffpunkt | 19.00 Uhr, Brauhaus Remagen, Rheinpromenade 44 |
| Sonntag | Schmetterlingsführung in den Lohrsdorfer Wiesen |
| 19.07.2026 | |
| Treffpunkt | 11.00 Uhr, Bad Bodendorf, St. Matthias Kapelle Hauptstr. Richtung Lohrsdorf |
| Verantwortlich | Dr. Wolfgang Prange |
| Dauer | ca. 3 Stunden |
| Samstag | NABU-Sommerfest in den Swistbachauen |
| 22.08.2026 | |
| Treffpunkt | ab 13.00 Uhr NABU-Hütte, Eckendorf |
Auch in diesem Jahr beteiligte sich der NABU- Kreisverband Ahrweiler aktiv mit insgesamt 25 Kontrollgängen an den drei Amphibienzaunabschnitten im Wald zwischen Remagen und Birresdorf.
Die Kontrollen fanden täglich jeweils morgens und abends (nach der Dämmerung) statt und waren somit auf das Engagement vieler ehrenamtlich tätiger Tierfreunde angewiesen.
Neben Erdkröten konnten auch Grasfrosch und Springfrosch sowie Teichmolch, Fadenmolch und Bergmolch sicher über die Straße zu ihren Laichgebieten gebracht werden. Durch das milde Wetter begann die Amphibienwanderung in diesem Jahr recht früh und war dementsprechend auch früher als in anderen Jahren beendet, so dass der Zaun bereits am 24.03.2026 wieder abgebaut werden konnte.
Bei den öffentlichen Terminen des NABU konnten neben den Vereinsmitgliedern auch alle anderen interessierten Kinder und Erwachsenen die Kontrollgänge miterleben. Große Neugier und viele Fragen bewiesen, dass der außergewöhnlich nahe Kontakt zu den Tieren insbesondere für Kinder sehr erlebnisreich ist und die Empathie für diese im Alltag doch weniger sichtbaren Lebewesen fördert.
Natürlich wurden nicht nur die Amphibien, sondern auch der „Beifang“ aus den Eimern herausgenommen – Regenwürmer, Käfer, Asseln und Raupen haben sonst wenig Überlebenschancen, insbesondere an warmen und trockenen Sonnentagen.
Da die Wanderung der Amphibien sehr stark wetter- und temperaturabhängig ist, gab es natürlich auch Tage, an denen in den Eimern nur wenige oder gar keine Tiere zu finden waren. Diese Zeiten wurden dann intensiv genutzt, um den am Straßenrand leider in großen Mengen vorhandenen Müll einzusammeln. So konnte auch an diesen Tagen sinnvolle Naturschutzarbeit geleistet werden.
Besonderer Dank gilt der guten Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Ahrweiler, welche die Organisation der Amphibienkontrollen im gesamten Kreis Ahrweiler koordiniert und für unsere Belange am Remagener Zaun stets ein offenes Ohr hatte.
Hier die von der Kreisverwaltung Ahrweiler an uns geleiteten Gesamtzahlen (in Klammern die
Zahlen der NABU-Kontrollgänge).
Erdkröte: 536 (255)
Grasfrosch: 10 (10)
Springfrosch: 13 (6)
Teichmolch: 12 (10)
Fadenmolch: 15 (11)
Bergmolch: 10 (6)
Frösche unbestimmt: 17
Molche unbestimmt: 25
Bei einer naturkundlichen Exkursion des NABU in das Naturschutzgebiet Ahrmündung konnten sich die Teilnehmenden am vergangenen Sonntag ein umfassendes Bild von den Potenzialen und Herausforderungen dieser ökologisch besonders wertvollen Flussmündungslandschaft machen. Unter der fachkundigen Leitung des NABU-Kreisvorsitzenden Dr. Ingolf Dietrich zeigte sich die interessierte Gruppe beeindruckt von der Entstehungsgeschichte und der hohen Bedeutung des Gebietes für den Natur- und Artenschutz.
Die Ahrmündung stellt einen einzigartigen Lebensraum dar, in dem sich dynamische Flussprozesse, Auenlandschaften und wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vereinen. Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass verschiedene Eingriffe den Erhaltungszustand des Gebietes zunehmend beeinträchtigen. Insbesondere nicht naturverträgliche Nutzungen setzen dem sensiblen Ökosystem zu.
Positiv hervorgehoben wurde, dass die zuständigen Behörden aktiv gegensteuern und in Teilen bereits Maßnahmen ergriffen haben, um nicht naturkonforme landwirtschaftliche Tätigkeiten einzuschränken. Dennoch bleibt ein zentrales Problem bestehen: der ungeregelte Besucherdruck. Vor allem frei laufende Hunde stellen eine erhebliche Störung für bodenbrütende Vögel und andere Wildtiere dar.
Naturkundlich bot die Exkursion zahlreiche Höhepunkte: Beobachtet wurden unter anderem der Schwarzmilan, der Rotmilan sowie der Waldwasserläufer. Für eine besondere akustische Kulisse sorgte zudem die unermüdlich singende Nachtigall.
Abschließend wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, sich aktiv für den Schutz des Naturschutzgebietes einzusetzen: Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich an der Gründung einer Arbeitsgruppe zum Erhalt der Ahrmündung zu beteiligen. Kontakt: [email protected].
Anlässlich der drei Tage nach unserer Mitgliederversammlung stattfindenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz hatte der Vorstand beschlossen, die Direktkandidaten vor der eigentlichen Mitgliederversammlung zu einem einstündigen Naturdialog einzuladen. Die folgende interessante und rege Diskussion über die Positionen der Eingeladenen war fruchtbar und konkret. Sie war für die Mitgliederversammlung ein sehr lohnender Auftakt.
Die Direktkandidatinnen und -kandidaten dem NABU Vorsitzenden (Foto Dietrich)
Gegen 18.00 Uhr begrüßte der Vorsitzende und Versammlungsleiter Dr. Ingolf Dietrich die Vertretungen der politischen Parteien (Susanne Müller (SPD), Andreas Resch (Grüne), Thomas Meyer (SPD), Manfred Greuel (BSW), Marion Morassi (Linke)) und die Mitglieder des NABU Ahrweiler e.V. zur Mitgliederversammlung 2026 in der Ahrweiler Zehntscheuer. Mit rund 30 Personen war die Mitgliederversammlung gut besucht.
Im Rahmen des 75-minütigen Dialogs über Natur und Umwelt hatten die Kandidatinnen und Kandidaten Gelegenheit, ihre Positionen und die ihrer Parteien zu erläutern und sich im Anschluss den Fragen aus dem Kreis der NABU-Mitglieder zu stellen. Zusammenfassend lässt sich große Übereinstimmung feststellen (CDU und FDP waren der Einladung leider nicht gefolgt).
Eröffnet wurde die Diskussion mit der Frage nach den prioritären Maßnahmen, um sich im Kreis Ahrweiler konkret auf den Klimawandel anzupassen? Die SPD will bis 2040 im Kreis klimaneutral sein, Frühwarnsysteme und Rückhaltebecken installieren, Wiederherstellung der Ahr vorantreiben und Bäche renaturieren. Darüber hinaus sollen mehr Flächen entsiegelt und Flächenmanagement nachhaltig betrieben werden. Ziele der Grünen sind die energetische Sanierung im Gebäudesektor, Förderung erneuerbarer Energien, des ökologischen Weinanbaus und der biologischen Landwirtschaft. Flächennutzung soll „von innen nach außen“ erfolgen, also erst bestehende Gebäude und Flächen innerorts nutzen, bevor neue Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete erschlossen werden. Wassermanagement der Ahr soll naturnah erfolgen, so z.B. in der Lohrsdorfer Aue.
In Bezug auf den defizitären Vollzug des Naturschutzes, insbesondere wegen der personellen Unterbesetzung der unteren Naturschutzbehörde (vier Landespflegerstellen für des gesamten Kreis Ahrweiler, davon zwei befristet bis 2030) befürworten alle Parteien eine personelle Aufstockung der unteren Naturschutzbehörde (BSW: Befürwortung, aber finanzielle Mittel fehlen; Grüne: Befürwortung, SPD betont Dialog mit anderen Partnern, um Akzeptanz von allen Seiten zu schaffen (kooperativer Naturschutz) und die Linke fordert mehr Mittel für die Kommunen, um Personal für den Naturschutz einzustellen, der großen Stellenwert habe.
Das Verbandsklagerecht der Verbände wird von allen Parteien als unverzichtbares Instrument für einen effizienten Naturschutz erachtet und soll erhalten bleiben bzw. darf nicht eingeschränkt werden.
Persönliche Naturschutzanliegen für den Kreis Ahrweiler sind für Peter Meyer und Andreas Resch nachhaltiges natürliches Bauen, insbesondere bestehende Gebäude erhalten und sanieren. Für Susanne Müller persönlich wichtig ist es, Auen und Flüsse zu renaturieren und der Dialog mit Bürgern während Marion Morassi den Fokus auf mehr Bewusstsein für Natur, Blühwiesen legt und Kinder wie der an Natur heranführen will. Manfred Greuel wünscht sich mehr Insektenschutz, den Rückbau von Schotterflächen sowie die naturfreundliche Gestaltung von Einzäunungen. Für Andreas Resch sind weithin die Energiewende und Batteriespeicher prioritär.
Bei der abschließenden offenen Fragerunde wurden unter anderem mangelndes staatliches Bewusst sein für den Schutz der Bienen, die Erfordernis einer stärkeren Implementierung der Themen Natur und Nachhaltigkeit in schulische Lehrpläne, Ganztagsschule und blühende Randstreifen statt radikaler Mahd thematisiert. Intensiv diskutiert wurde die Herausforderung, Bürger stärker für Natur und Umweltschutz zu sensibilisieren, um so einen erforderlichen nachhaltigen Lebensstil zu fördern.
Der Vorsitzende bedankte sich bei den Teilnehmenden für die Beteiligung an dem hochinteressanten und erkenntnisreichen Dialog über Natur im Kreis Ahrweiler. Die Teilnahme der politischen Vertreterinnen und Vertreter an der Veranstaltung in der Hochphase des Wahlkampfes drei Tage vor der Landtagswahl wird als Zeichen der Prioritätensetzung und Wertschätzung für das Thema Natur interpretiert.
Gegen 19.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende die eigentliche Mitgliederversammlung und stellte die ordnungsgemäße Einladung und die Beschlussfähigkeit fest. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen.
Der folgende, reich bebilderte Bericht des Vorstandes zeigte zum einen die wichtigsten Termine des umfangreichen Jahresprogramms 2025, u.a. mit Arbeitseinsätzen in der Swistbachaue, Krötensammelaktion, Obstbaumschnittkurs, Stunde der Gartenvögel, Wanderung Köhler-Loheweg und Orchideen führung, Sensen- und Dengelkurs und Sommerfest.
Positiv war im Jahr 2025 der Erwerb eines Balkenmähers, der es NABU erlaubt, die Streuobstwiesen naturnah und schonend zu mähen. Es zeigt sich bereits im ersten Jahr, dass die Artenvielfalt bereits davon profitiert. Der Erwerb eines NABU-Pavillons ermöglicht dem NABU seit 2025 einen professionellen Auftritt bei Veranstaltungen, wie beispielsweise beim Laacher-See-Lauf mit über 1000 Teilnehmern und einer entsprechend hohen Zahl von Besuchern am NABU-Stand.
Ein Erfolg der NABU-Arbeit ist die Reduzierung bzw. Beendigung der erheblichen Eingriffe im Naturschutzgebiet Ahrmündung. Dem vorausgegangen waren intensive und letztlich fruchtbare Gespräche bzw. Treffen mit der Gemeinde und der Kreisverwaltung. Auf Sinziger Seite wird nun ein Streifen entlang des Ahr nicht mehr gemäht und kann sich wieder zu einem Habitat für Neuntöter, Schwarzkehlchen entwickeln. Eisvogel, Flussregenpfeifer und -uferläufer sind weniger Störungen ausgesetzt. Auf der Kripper Seite wurden die illegalen landwirtschaftlichen Tätigkeiten eingestellt und die Vermüllung beseitigt. Noch nicht verringert haben sich die intensiven Freizeitaktivitäten und der Druck durch Besucher, insbesondere in Begleitung freilaufender Hunde.
Erfreulich ist auch der bewirkte Baustopp der massiven und wohl illegalen Bautätigkeiten beim Stockhof in der Nähe von Oberdürenbach.
Eine neue Satzung konnte abgestimmt und beschlossen sowie seitens des Landesverbandes und des Amtsgerichts genehmigt werden. Mit der neuen Satzung entfällt unter anderem die kostspielige und arbeitsintensive Versendung von Mitgliederbriefen per Post.
Besonders erfreulich ist die regelmäßige Durchführung von Arbeitseinsätzen mit durchschnittlich 10 Personen. Auch der Austausch mit Mitgliedern konnte mit den regelmäßigen Infobriefen und der Einführung eines vierteljährlichen NABU-Treffs im Bauhaus Remagen weiter verbessert werden. Der Internetauftritt hat sich verbessert und NABU Ahrweiler ist auf Instagram vertreten.
Die Vorstellung des Kassenberichts und die Kassenprüfung verliefen erwartungsgemäß ohne Beanstandungen. Dem folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes.
Der Haushaltsplan 2026 wurde zur Kenntnis genommen. Die anschließende Diskussion fokussierte darauf, die Bestrebungen zu erhöhen, um mit den Rücklagen Grundstücke für den Naturschutz zu erwerben. Dies gestaltete sich in der Vergangenheit schwierig, da kaum Grundstücke angeboten werden. Erfreulicherweise zeigte ein Mitglied Bereitschaft, den Vorstand zu unterstützen.
Möchten Sie einmal in die faszinierende, verborgene Welt der Fledermäuse eintauchen?
Begeistern Sie sich für diese besonderen Tiere – oder kennen Menschen in Ihrem Umfeld, die das tun? Vielleicht fragen Sie sich auch, wie Sie Fledermäusen direkt vor Ort helfen können.
Jedes Jahr erreichen unsere Landesgeschäftsstelle, die Regionalstellen, das Fledermaustelefon sowie die NABU-Gruppen zahlreiche Anfragen von Menschen, die hilfsbedürftigen Fledermäusen ein vorübergehendes Zuhause bieten möchten.
Dieses Engagement freut uns sehr! Deshalb möchten wir interessierte Personen zur bzw. zum „Fledermausfreund*in“ ausbilden und sie auf ihrem Weg in die praktische Unterstützung begleiten.
Gleichzeitig haben wir in den Workshops des vergangenen Jahres festgestellt, dass die Vorstellungen vom Alltag einer Pflegestelle oft von der tatsächlichen Situation abweichen. Die Betreuung von Fledermäusen ist eine verantwortungsvolle und anspruchsvolle Aufgabe, die besondere Kenntnisse und Einsatzbereitschaft erfordert.
Daher bieten wir vor dem nächsten Präsenz-Pflegeworkshop eine Online-Informationsrunde an. Dort erhalten Sie erste Einblicke in den Alltag einer Pflegestelle, erfahren, was die Aufgabe wirklich bedeutet, und haben die Möglichkeit, Ihre Fragen in Ruhe zu stellen.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse und den gemeinsamen Einsatz für den Fledermausschutz!
In Kürze: Was/Wo/Wann?
Workshop: Pflegestelle für Fledermäuse – Passt das zu mir?
Wo: Online (Zoom)
Wann: am Donnerstag, 19.03.26, 19:00 – 20:30 Uhr
Anmeldung bis 16.03.26 unter [email protected]
Referentin: Kerstin Krämer
Der NABU KV Ahrweiler lädt am 28. September ab 9.00 Uhr zu einer vogelkundlichen Exkursion nach Ulmen ein.
Als wichtiges Rast- und Brutgebiet für seltene Vogelarten ist der Jungferweiher besonders zur Zugzeit ein Beobachtungshotspot.
Mit etwas Glück können die Teilnehmer z.B. Fischadler, seltene Limikolen wie Zwergstrandläufer oder das stark bedrohte Braunkehlchen entdecken.
Die Dauer der Exkursion beträgt ca. drei Stunden und findet bei jedem Wetter statt.
Treffpunkt ist der Parkplatz am Campingplatz „Jungferweiher“ in 56766 Ulmen.
Unser NABU-Sommerfest auf dem Vereinsgelände in der Swistbachaue war erneut ein Erlebnis! Bei frischem Wetter konnten wir uns über eine gute Beteiligung von Mitgliedern und Freunden des Naturschutzes freuen.
Das Programm bot für jede und jeden etwas: Bei der Libellenführung hieß es zunächst Geduld haben – doch dann zeigten sich mit Heidelibelle und Mosaikjungfer zwei echte Schmuckstücke. In der Aue fielen zudem die vielen Wespenspinnen auf, die neugierig bestaunt wurden. Eine Führung durch das Naturschutzgebiet brachte spannende Einblicke in die Besonderheiten vor Ort. Wer Lust auf Handwerk hatte, konnte sich beim Nistkastenbau oder beim Sensen und Dengeln praktisch betätigen.
Mindestens genauso wichtig wie das Programm war der Austausch: Bei Würstchen und Bier entstanden lebhafte Gespräche über den Naturschutz und es konnten neue Kontakte geknüpft werden.
Fotos: Ingolf Dietrich
Seit Anfang Juni ist er da – unser neuer Balkenmäher, Marke Ferrari, 11,7 PS. Unser Balkenmäher hat im Naturschutzgebiet Swistbachaue gegenüber modernen Kreiselmähern oder Mulchern mehrere entscheidende Vorteile, insbesondere im Hinblick auf Artenvielfalt und Bodenschutz.
Der Balkenmäher schneidet das Gras sauber mit einer Schere, statt es zu zerschlagen oder aufzusaugen. Dadurch können viele Insekten (z. B. Heuschrecken, Schmetterlinge), Amphibien und Kleintiere (z. B. Igel, Mäuse) fliehen oder überleben. Studien zeigen deutlich geringere Verluste gegenüber z. B. einem Mulcher.
Die schonende Mahd fördert die Entwicklung von artenreichen Wiesen. Es werden weniger Pflanzenwurzeln verletzt und der Boden weniger gestört.
Balkenmäher sind meist leichter und haben oft eine größere Aufstandsfläche durch breite Reifen oder Kettenantrieb. Das ist besonders wichtig auf nassen oder sensiblen Standorten wie Feuchtwiesen, Mooren oder Magerwiesen.
Ideal für Staffelmahd, bei der nur Teilflächen gemäht werden, um Lebensräume zu erhalten. Der Balkenmäher lässt sich gut auch in kleinen Parzellen oder mit Handführung verwenden.
Weniger effektiv bei hohem Aufkommen von Gestrüpp oder sehr starkem Bewuchs.
Langsamer als moderne Hochleistungsgeräte.
Mähgut muss abtransportiert werden, da es nicht zerkleinert oder verteilt wird.
Der Balkenmäher ist das bevorzugte Gerät für die Mahd in naturschutzfachlich wertvollen Wiesen, weil er Tiere und Pflanzen deutlich mehr schont als andere Mähtechniken. Für unsere Swistbachaue ist er deshalb ein wichtiges Werkzeug für den Erhalt artenreicher Lebensräume wie Magerrasen und Feuchtwiesen.
Foto: Vierfleck/Stefan Blank
Königslibelle, Smaragdlibelle, Vierflecklibelle, Binsenjungfer, Blutrote Heidelibelle und einige weitere Arten mehr konnten die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am letzten Junisonntag im Rahmen der Veranstaltung des NABU Kreisverbandes Ahrweiler am Rodder Maar bestimmen. Dipl. Biologe und Libellenexperte Ulrich Haese stellte der interessierten Gruppe die fliegenden Perlen ausführlich und allgemeinverständlich vor. Das schöne Wetter ermöglichte eine vielseitige „Ausbeute“ und spannende Einblicke in den Lebensraum und die Lebensweise. Interessant waren vor allem die begleitenden Beobachtungen zu deren Sozial- und Paarungsverhalten. Mit der Gabel-Azurjungfer konnte Auch eine besonders wärmeliebende Art festgestellt werden, deren Auftreten mit dem Klimawandel zunimmt.
„Die Exkursion ist ein gelungenes Beispiel für gelebten Naturschutz und Umweltbildung. Nur was wir kennen, können wir schützen“ so der NABU-Vorsitzende Dr. Ingolf Dietrich am Rande der Exkursion, der sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung war. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie groß das Interesse an unserer heimischen Insektenwelt ist. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um für den Erhalt naturnaher Gewässer und für den Schutz der Libellen zu sensibilisieren.
Der Sensenkurs hat gezeigt, dass das Mähen mit der Sense, das Dengeln und das Wetzen noch lange nicht ausgestorben sind – auch wenn diese alten Handgriffe heute kaum noch jemand kennt. Der Sensenlehrer - unser Vorstandsmitglied Ullrich Jablonowski - hat die Teilnehmer mit viel Leidenschaft an die traditionelle Technik herangeführt.
Und das Beste: Das Mähen mit der Sense ist nicht nur ein echtes Erlebnis, sondern auch besonders schonend für die Natur. Für alle Teilnehmenden standen hochwertige Sensen, Dengelambosse und weiteres Material bereit. Wer wollte, konnte auch die eigene Sense mitbringen und sich Tipps vom Kursleiter holen.
Der Kurs war als Tageskurs angelegt und richtete sich an eine kleine Gruppe von 6 Teilnehmenden. So blieb genug Zeit für individuelle Fragen und praktische Übungen.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, kann sich schon mal den nächsten Praxiskurs vormerken:
Am 20.09.2025 findet der nächste Sensenkurs wieder auf dem NABU-Gelände in der Swistbachaue statt.
Die Veranstaltung ist besonders für Familien mit Kindern und Jugendlichen geeignet.
Ihr seid naturbegeistert? Neugierig darauf, was in der Natur vor euer Haustür lebt? Dann macht mit am Samstag,14. Juni 2025, am „Maibachklämmchen“ in Ahrweiler. Ca. 5 Stunden lang gilt es, innerhalb dieser Zeit möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken.
Das Ziel: eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt. Dabei zählt nicht der Rekord, die Erlebnisse zählen mehr als die Ergebnisse. Es geht darum, den Blick für den Artenreichtum im eigenen Umfeld zu schärfen und die faszinierenden Lebensformen, die sich in unserer Nähe verbergen, neu zu entdecken.
Unter Anleitung werden die Funde vor Ort untersucht, dokumentiert und in eine landesweite Datenbank für wissenschaftliche Zwecke eingepflegt. Wir freuen uns auf einen Tag mit vielen Gesprächen, tollen Entdeckungen und laden herzlich zum Teilnehmen ein. Anmeldung ist nicht erforderlich, die Dauer kann
individuell gestaltet werden.
Datum: 14.06.2025
Uhrzeit: Start 10 Uhr
Dauer: ca. 5 Stunden
Treffpunkt: Wanderparkplatz „Quarzkaul Ahrweiler“, oberhalb des Klosters Kalvarienberg.
Bei Fragen gerne melden bei Familie Prodöhl Tel.: 0160-91153123 oder bei Familie Woitol Tel.: 0162-2692856.
Der NABU Kreisverband Ahrweiler bietet für Mitglieder und Nichtmitglieder erstmalig einen Sensenkurs für 6 Teilnehmende an. Sämtliches Material und die Sensen werden gestellt, vorhandene Sensen können zur Durchsicht mitgebracht werden. Es werden Grundkenntnisse im Sensen, Dengeln und Wetzen vermittelt. Den Kurs hält Ulrich Jablonowski. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Anmeldung bis 12. Mai 2025 mit Angabe der Körpergröße unter 0151 - 5813 9539.
Kurs: 9:30-16:30
Treffpunkt: Grafschaft/Eckendorf, Raiffeisen-Silos
Vom 9. bis 11. Mai lädt der NABU erneut zur bundesweiten „Stunde der Gartenvögel“ ein. Alle
Naturfreunde sind dazu aufgerufen, Vögel zu zählen, zu notieren und zu melden. Halten Sie Ausschau
nach Grünfink, Blaumeise, Rauchschwalbe und Co. Beobachtet, gezählt und notiert wird eine Stunde
lang, egal ob im Park, im Garten oder auf dem Balkon.
Dazu startet der NABU – Kreisverband Ahrweiler am Sonntag, den 11. Mai in Bad Neuenahr wieder
eine begleitende Aktion. Zählbögen werden an die Teilnehmer vor Ort verteilt. Diese Aktion ist
besonders für Familien mit Kindern geeignet.
Datum: Sonntag, 11. Mai 2025
Uhrzeit: 9.30 Uhr
Treffpunkt: Amseltalbrücke, Uhlandstrasse, 53474 Bad Neuenahr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kontakt: Jens Woitol, Tel.: 0162/2692856
Marcel Langthim / Pixabay
Trotz zunehmender Wolfsnachweise in den vergangenen Jahren zählt der Kreis Ahrweiler nicht zu den Hot-Spots der Wolfsvorkommen in RLP. NABU-Mitglied und Förster aD Jürgen Wagner Küpper eröffnete in der Zehntscheuer in Ahrweiler mit seinem spannenden Vortrag über Vorkommen und Ausbreitung von Wolf, Luchs, Wildkatze und Waschbär die Mitgliederversammlung 2025 des NABU-Kreisverbandes AW. Der Luchs, der im Pfälzerwald seit einigen Jahren wieder zu Hause ist, konnte im Kreis AW noch nicht gesichtet werden. Dagegen ist die Wildkatze im Kreis überdurchschnittlich vertreten. Sorgen bereitet den Naturschützern die zunehmende Ausbreitung und das räuberische Verhalten des Waschbärs, der auch Nester von Schwarzstorch und Uhu plündert.
Der erste Vorsitzende des NABU Kreisverbandes AW, Dr. Ingolf Dietrich, berichtete über das umfangreiche Veranstaltungsprogramm und die Aktivitäten des NABU im
vergangenen Jahr. Sorgen bereiten allerdings die zunehmenden Eingriffe in Natur und Landschaft wie im Naturschutzgebiet Ahrmündung. Im Rahmen der Ahrwiederherstellung drängt der NABU auf
naturnahe Lösungen wie beispielsweise ein verzweigtes Flusssystem mit mehreren Gerinnen im Bereich der Lohrsdorfer Aue.
Auf der Mitgliederversammlung des NABU wurde im Rahmen einer Ergänzungswahl auch der Vorstand teilweise neu bestimmt. Einstimmig bestätigt wurden Stefan Blank als neuer zweiter Vorsitzender,
Sylvia Brohl als neue Kassenwartin sowie Prof. Thomas Wagner und Uli Jablonowski als Beisitzer. Auch die aktualisierte Satzung wurde beschlossen.
Auch 2025 bietet der NABU wieder ein interessantes Veranstaltungsprogramm und freut sich über viele Teilnehmende und jede helfende Hand bei den gelegentlichen Arbeitseinsätzen in den
Naturschutzgebieten.
(Pressemitteilung des NABU Ahrweiler erschienen in Blick Aktuell u.a.)
Liebe Fledermausfans und jene, die es noch werden wollen,
Sie wollten schon immer einmal in die geheime Welt der Fledermäuse eintauchen? Sie interessieren sich für Fledermäuse oder kennen Leute die das tun und fragen sich, wie sie selbst Fledermäusen bei Ihnen vor Ort helfen können?
Jedes Jahr erreichen die Landesgeschäftsstelle, die Regionalstellen, das Fledermaustelefon und die NABU-Gruppen vor Ort viele Anrufe von Personen, die nach Unterbringungsmöglichkeiten von hilfsbedürftigen Fledermäusen fragen.
Wir möchten an dieser Stelle helfen und interessierte Personen zum/zur „Fledermausfreund*in“ ausbilden.
Allerdings haben wir bei den Workshops im letzten Jahr festgestellt, daß sich die Vorstellung von Laien doch oft sehr von der Realität der Pflegestellen unterscheidet.
Daher möchten wir vor dem nächsten Pflegeworkshop in Präsens gerne die Möglichkeit anbieten, in einer Onlinerunde erste Einblicke in den Alltag als Pflegestelle zu bekommen und Fragen zu beantworten.
In Kürze: Was/Wo/Wann?
Workshop: Pflegestelle – Kommt das für mich in Betracht? Ein Einblick in den Alltag als Pflegestelle
Wo: Online (Zoom)
Wann: am Donnerstag, 24.04.2025, 19:00 – 20:30 Uhr
Anmeldung bis 22.04.2025 unter [email protected]
Referentin: Kerstin Krämer
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Mit fledermausfreundlichen Grüßen
David Roth, Niklas Kukat, Katharina Schritt, Jeannine Stuckenbrock und Kerstin Krämer – Ihr Team der „Koordinationsstelle für Fledermausschutz Rheinland-Pfalz“
Streuobstwiesen sind faszinierend. Unsere Obstbäume benötigen einen fachgerechten Schnitt. Dieser führt zu stabilen, vitalen Bäumen mit bestem Fruchtertrag. Nur diese langlebigen Bäume weisen im Alter einen sehr hohen ökologischen Wert auf.
Das A und O des Obstbaumschnitts wird am 8.3.25 von 10.00 bis 16.00 Uhr in Eckendorf (Treff: an den Silos) vom Obstbaumexperten Christoph Vanberg in Theorie und Praxis erläutert.
Gerne können Sie zum Kurs Ihr vorhandenes Werkzeug mitbringen. Mittags gibt es eine kulinarisch Stärkung für alle.
Nichtmitglieder zahlen für den Kurs eine Aufwandsentschädigung von 20 €.
Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, für die Kalkulation aber hilfreich unter 017628028743.
Vom 10. bis 12. Januar 2025 rief der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erneut zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Hier werden Interessierte aufgefordert, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu identifizieren, zu zählen und die Ergebnisse zu melden. Die gesammelten Daten helfen dabei, jährliche Trends in Bezug auf die Vielfalt der Vogelwelt in unserer Umgebung zu erkennen.
40 Mitglieder und Freunde des NABU Ahrweiler waren am herrlichen und sonnigen 21. September der Einladung des NABU-Vorstandes zum Apfelernte- und Sommerfest gefolgt. Vormittags wurden in unseren umliegenden Streuobstwiesen Äpfel geerntet, die auch mit nach Hause genommen werden konnten. Großen Anklang erfuhr das Nachmittagsprogramm mit fachkundiger Führung durch das Naturschutzgebiet.
Bei gutem Libellenwetter trafen sich 9 ambitionierte Libellenfreunde am Bad Bodendorfer Sportplatz um gemeinsam mit dem Libellenexperten Uli Haese nach den Libellenbeständen an der Ahr zu schauen.
In der Einführung bat er alle Teilnehmer fotografierte Exemplare z.B. in Observation.org, oder Naturgucker einzustellen, damit die Funddaten wissenschaftlich genutzt werden können.
Die Fotodaten werden in diesen Meldeportalen nicht nur per KI sondern im Nachgang auch von Experten verifiziert, auch wenn dies manchmal etwas dauert, da die Experten in diesen Meldeportalen ehrenamtlich arbeiten. Nach der Vorstellung einiger Bestimmungsbücher ging es dann entlang der Ahr Richtung Lohrsdorf.
Am Sonntag 30. Juni 2024 fand eine eindrucksvolle Führung durch den Heckenbacher Wald bei Beilstein statt, geleitet von Förster a.D. Jürgen Wagner. Die Veranstaltung, organisiert vom NABU unter Beteiligung des BUND, bot Einblicke in die Geschichte und Natur der Region und das große Problem mit Überweidung durch Wild.
Rund 70 interessierte Naturfreunde waren der Einladung des Biotopbetreuers der SGD Nord für den Kreis AW und des NABU AW gefolgt. Diplom-Biologe Andreas Weidner und Orchideen-Experte Rainer Wegener vom Arbeitskreis heimischer Orchideen führten durch den größten Orchideenstandort im Kreis Ahrweiler und nördlichen Rheinland-Pfalz.